Kreatives Schreiben

Sommerkunstwochen Kulmbach 2013
Nachbericht

SKW StoryMit ein bisschen Hilfe der anderen ist es gar nicht so schwer, die Aufgabe „Ein Gedicht von mir“ zu meistern. Das konnten die neun Teilnehmerinnen der Lyrikwerkstatt erfahren. Herausgekommen sind dabei tiefsinnige und tiefgründige Gedichte, die zum Nachdenken und Begreifen, Weinen und Lachen, Festhalten und Loslassen anregen. Schreiben mit links – die Lyrikerinnen haben das im Workshop einmal wortwörtlich ausprobiert und sich mit einer bislang eher ungewöhnlichen Methode dem Thema Baum genähert. Auch die japanische Kunstform, der Haiku, wurde ausprobiert – das Thema Urlaub dabei im Fokus.

Dass gerade die Erschaffung von Gedichte das Erleben mit allen Sinnen braucht, zeigte eine Übung rund um das Hören. Dass bereits nach wenigen Minuten Meeresrauschen aus dem CD-Player so viele unterschiedliche und immer wieder beeindruckende Werke entstanden sind, hat die Teilnehmerinnen erstaunt und erfreut.

Viel Freude hatten die acht Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Story-Werkstatt an dem Auftrag, eine Liebeserklärung an eine männliche Meerjungfrau zu verfassen. Kuriose und romantische, aberwitzige und satirische, einfühlsame und fantasiereiche Texte waren das Ergebnis. Was braucht jede gute Geschichte? Wieso ist ein gelungener Anfang der Brühwürfel der Geschichte? Und wie kann ein Werk seine Leser und Zuhörer berühren, vielleicht sogar ergreifen? Mit diesen Fragen befassten sich die Schreiber ebenso intensiv wie mit den zentralen Grundlagen und Bausteinen für die gelungene Kurzgeschichte. Nach einer Schnitzeljagd inklusive Ampelmännchen, Sittenstrolch und Schnurbart konnten spannende Texte vorgetragen werden: mal spürsinnig und analytisch, mal surreal und originell, mal gemütvoll und schwärmerisch. Hohen Schwierigkeitsgrad bilden in Geschichten die Dialoge – auch daran probierten sich die Autoren und Autorinnen aus. Am Ende stritten sich Pärchen im Möbelhaus, flirteten junge Damen mit Schneemännern und bewiesen Senioren, dass ein packendes Gespräch im selbstverfassten Text auch mit wenigen Worten sehr inhaltsreich sein kann. Der Spaß kam dabei nie zu kurz.

 


 

Als Extrakt aus dem Workshop mit Frau Dr. Richter möchte ich gerne das „Postkartengedicht“ zum Besten geben. Die verdeckt gezogene Karte zeigte eine Allee nackter Baumstämme und dichtes tunnelartiges Geäst mit einer eher surrealistischen und für mich bedrohlichen Farbstimmung in Gelbtönen.

Dementsprechend wurde ich zu folgendem Gedicht inspiriert:

 

Befreit aus der Gefangenschaft
des Rabenschwarz und Alltagsgrau
vom Neidgrün entfesselt
im eiternden Korsett
das Blutrot erinnernd
angezogen vom Sonnengelb
plötzlich gehalten von Leichtigkeit
blüht ihr nun
der Duft eines Sommertages
im Haar.

 

Martina Schwarz

 

Ps. Der Lyrikworkshop war klasse, sehr gut und kreativ organisiert, sehr vielfältig und abwechslungsreich.

 

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